Therapeutisches Ringen für Kinder und Jugendliche

Vor mehreren Jahren entwickelte IEMAS-Organisationsleiter Stefan Krebs das Konzept des "Therapeutischen Ringens". Sein Ziel war es, eine Therapiemaßnahme zu entwickeln, die von verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen angenommen wird und sie dabei physisch wie mental maximal fördert.

Warum ausgerechnet Ringen?

 

 Bodenkampf

 

Ringen ist eine der ältesten und gleichzeitig effektivsten Ganzkörpersportarten weltweit. Diese seit Jahrtausenden währende Popularität kommt nicht von Ungefähr - wie kaum eine andere Sportart schult das Ringen gleichzeitig Kondition, Kraft und Geschicklichkeit. Außerdem steigert es die Disziplin, die Konzentrationsfähigkeit und das Selbstvertrauen enorm. Abgesehen davon: bei all den Vorteilen macht Ringen auch noch Spaß! All diese Aspekte machen das Ringen gerade zu einem für Kinder und Jugendliche äußerst empfehlenswerten Sport. Auch und gerade für verhaltensauffällige Jugendliche bietet sich das Ringen mit einigen Modifikationen als therapeutische Maßnahme an.
 

Was bewirkt therapeutisches Ringen?

 

Im Therapeutischen Ringen lernen verhaltensauffällige Jugendliche ihre eigenen Grenzen und Möglichkeiten spielerisch kennen. Sie erfahren dabei ihren Körper völlig neu. Auch mental fordert das Programm den Teilnehmern den ganzen Einsatz ab, ohne sie dabei zu überfordern; Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit wird den Teilnehmern so auf eine positive Art und Weise vermittelt. Schließlich fördert das therapeutische Ringen auch die soziale Kompetenz des Einzelnen. Kurz: Therapeutisches Ringen stärkt und bestärkt den verhaltensauffälligen Jugendlichen in positiver Weise und mit positiven Werten.

 

Ist Ringen für verhaltensauffällige Jugendliche das Richtige?

 

 Bodenkampf

 

Es herrscht Einigkeit, dass ein Sportprogramm Jugendliche ansprechen muss, um praktiziert zu werden; häufig entscheidet der erste Eindruck. Hierbei ist Ringen durch seine Nähe zur Kampfkunst sehr gut geeignet, auch bei verhaltensauffälligen Jugendlichen Interesse zu wecken. In den Augen der meisten dieser verhaltensauffälligen Jugendlichen ist die Auseinandersetzung ein bestimmendes Element ihrer Lebensgeschichte - das Therapeutische Ringen holt sie deshalb dort ab, wo sie stehen und lenkt ihre Energie dann in positive Bahnen. Den Schülern ist oftmals gar nicht bewusst, das sie an einer therapeutischen Maßnahme teilnehmen. Im Gegensatz zu einer Distanzsportart (wie etwa Boxen oder Kickboxen) ist das Verletzungsrisiko beim spielerischen Ringen sehr gering. Einzelne Bewegungsmuster und Griffe können nach und nach eingearbeitet werden, ohne das eine klassische Unterrichtssituation eintritt.

Welche Angebote gibt es?

Die IEMAS-Selbstverteidigungsorganisation bietet für Lehrkräfte, insbesondere für solche aus dem sonderschulpädagogischen Bereich, eine spezielle Ausbildung zum "Therapeutischen Ringertrainer" an. Darin werden die notwendigen Kompetenzen vermittelt, um das Konzept wie oben beschrieben an Schulen und ähnlichen Einrichtungen einsetzen zu können. Das Programm ist Teil unseres allgemeinen Kinder- und Jugendunterrichts.

Interessierte können sich jederzeit gerne für weitere Informationen mit Stefan Krebs, Telefon:
+49 (0)173 / 687 91 49 bzw. eMail: s.krebs@iemas.org in Verbindung setzen.